Fachbegriffslexikon

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Tiefdruck

Klassische Tiefdruckverfahren sind Radierung, Mezzotinto, Kupferstich und Stahlstich.
Beim heutigen Auflagen-Tiefdruck werden in die Druckform (ein Stahlzylinder mit Kupferbeschichtung) Vertiefungen geätzt. Diese Vertiefungen nehmen beim Einfärben in einem Farbbad die Druckfarbe auf. Die überschüssige Farbe wird durch einen Rakel mit Stahlkante abgestrichen. In den Vertiefungen bleibt die Farbe hängen und wird anschließend auf das Papier gedruckt.

Die Vorteile des Verfahrens:

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Man kann innerhalb kurzer Zeit sehr hohe Auflagen drucken. Darum werden viele Illustrierte, Magazine und Kataloge im Tiefdruck-Verfahren gedruckt.

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Der Druck erlaubt es, Farben sehr genau zu drucken. Darum ist Tiefdruck auch bei Kunstdruck (z.B. Foto-Bildbände) sehr beliebt.

Die Nachteile:

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Die Vorbereitung und der Druck sind sehr aufwändig und teuer. Tiefdruck ist nur bei sehr hohen Auflagen (> 300 000) wirtschaftlich.

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Das gesamte Druckbild wird gerastert; auch die Schrift. Das verschlechtert die Lesbarkeit bei kleinen Schriftgraden.