Wie läuft ein Design-Auftrag ab?

Die meisten Aufträge lassen sich heutzutage telefonisch und per E-Mail besprechen. Ich bin aber auch gerne bereit, Sie für ein erstes Gespräch zu besuchen. Oder Sie kommen in mein Atelier. Sie erklären mir, was Sie benötigen und ich berate Sie anhand von Arbeitsbeispielen über die Möglichkeiten der Umsetzung (Lesen Sie dazu auch meinen Blogbeitrag Wie können Sie den Grafikdesign-Auftrag vorbereiten?. Gemeinsam erarbeiten wir eine Aufstellung der gewünschten Leistungen. Diese Aufstellung ist die Basis für meine Kalkulation.

Für dieses erste Gespräch berechne ich lediglich anfallende Reisespesen. Ansonsten ist es ein kostenloser Service.

Die Kalkulation

Ich erstelle Ihnen ein Angebot mit dem Zeitaufwand für die Einzelleistungen und den entsprechenden Kosten. Fast alle meine Leistungen werden nach Zeitaufwand bezahlt. Die Ausnahme sind Design-Leistungen, die unter das Urheberrecht fallen.

Das Nutzungsrecht

Bei schutzfähigen Design-Leistungen, wie zum Beispiel bei der Gestaltung eines Signets, bei Illustrationen oder Fotos besteht die Vergütung aus zwei Teilen:

Der eine Teil ist die Entwurfsvergütung. Damit wird der Zeitaufwand für den Entwurf berechnet. Die Entwurfsvergütung ist in jedem Falle zu bezahlen.

Der zweite Teil ist die Nutzungsvergütung: Sie wird erst fällig, wenn Sie sich entschieden haben, in welchem Umfang Sie den Entwurf nutzen werden. Die Nutzungsvergütung ist variabel und hängt von vier Faktoren ab:
– der Verbreitung (regional, national, europaweit, weltweit),
– der Dauer (ein Jahr, fünf Jahre, zehn Jahre, unbegrenzt),
– dem Umfang (gering, mittel, umfangreich),
– der Art (einfach oder ausschließlich).

Der Entwurf

Nachdem Sie mir schriftlich den Auftrag erteilt haben, erarbeite ich Ihnen einen Entwurf. Sie bestimmen die Detailgenauigkeit des Entwurfs schon bei unserem ersten Gespräch. Ein fotorealistisches Layout benötigt ungleich mehr Zeit als eine schnelle Skizze und kostet demzufolge auch mehr. Aus Zeit- und Kostengründen werden in dieser Phase meist grobe Skizzen erstellt.

Das Reinlayout

Wenn der Entwurf Ihren Vorstellungen entspricht, erstelle ich das Reinlayout. Jetzt werden die Entwurfsskizzen und die Layoutbilder durch hoch aufgelöste Feindaten ersetzt. Illustrationen, Fotos und die Typografie erhalten den letzten Schliff und werden für den Produktionsprozess eingerichtet.

Proofs und Freigabe

Der Proof ist entweder ein Ausdruck von einem kalibrierten High-End-Farbdrucker oder ein Andruck auf einer Andruckpresse. Er dient der Beurteilung der Farbgenauigkeit. Ein Proof ist auf jeden Fall zu empfehlen, da ich sonst für die Farbverbindlichkeit keine Garantie übernehmen kann. Wenn der Proof in Ordnung ist, unterschreibt der Kunde ein Exemplar und gibt damit sein Einverständnis zum Druck. Das ist die Freigabe und das Startsignal für den Produktionsprozess. Falls Sie es wünschen, leite ich den Proof für Sie an die Druckerei weiter und überwache die Produktion. Diese Leistung berechne ich nach Zeitaufwand und, falls erforderlich, Reisespesen.

Projekte ohne festen Zeitrahmen

Bei Aufgaben, deren Zeitaufwand sich bei Arbeitsbeginn nicht abschätzen lässt, wie zum Beispiel die Mitarbeit bei offenen Projekten oder Schulungsbetreuung, arbeite ich auf Stundenbasis. Meine Vergütung liegt bei 70 Euro netto pro Stunde.

Die Rechnungsstellung

Wenn meine Arbeit am Projekt abgeschlossen ist, stelle ich eine spezifizierte Rechnung. Bei allen schutzfähigen Design-Leistungen mit Nutzungsrechts-Einräumung berechne ich 7% Umsatzsteuer, bei allen anderen Leistungen 19%. Da ich keine gewerbliche Leistung, wie zum Beispiel die Auftragsvergabe an Subunternehmer anbiete, bleiben meine Vermittlungen an Fotografen, Programmierer, Druckereien, etc. provisionsfrei. Die Leistungen der anderen Zulieferer werden direkt zwischen dem Kunden und der entsprechenden Firma abgerechnet.